Ein alter Cherokee – Indianer sitzt mit seinem Enkel abends am Lagerfeuer. Sein Enkel war voller Fragen über das Leben, und so wdollte er von seinem weisen Großvater wissen: „Wieso sind manche Menschen glücklich und andere so unglücklich?“ Sein Großvater sah ihn nachdenklich an und sagte dann: „In jedem von uns leben zwei Wölfe. Ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der weiße Wolf verkörpert alles, was gut ist. Er steht für Gerechtigkeit, Güte, Mitgefühl, Freude, Liebe, Hoffnung, Vertrauen, Wahrheit und all das Licht in uns. Der schwarze Wolf hingegen verkörpert alles, was schlecht in uns ist. Er steht für das Negative in uns – wie Wut, Angst, Misstrauen, Hass, Zorn, Neid, Trauer, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Groll, Minderwertigkeit und vieles mehr. Wie du dir vorstellen kannst, findet zwischen diesen beiden Wölfen ein ständiger Kampf statt. Dieser Kampf zwischen den beiden findet auch in dir und in jedem anderen Menschen satt, denn in uns allen wohnen diese beiden Wölfe.“ Der Enkel dachte kurz darüber nach, was sein Großvater ihm gesagt hatte, und fragte ihn dann neugierig: „Und welcher der beiden Wölfe gewinnt?“ Der alte Cherokee – Indianer lächelte seinen Enkel liebevoll an und antwortete: „Der, den du fütterst. Aber sei dir bewusst: Wenn du nur den weißen Wolf fütterst, wird der schwarze Wolf irgendwann auf dich warten, wenn du einen schwachen Moment hast. Er wird die Aufmerksamkeit einfordern, die er haben möchte. Je weniger Aufmerksamkeit er von dir bekommt, desto stärker wird er den weißen Wolf bekämpfen. Also achte darauf, dass du auch ihn wahrnimmst und ihm Aufmerksamkeit schenkst. damit beide Wölfe glücklich sind und ihr alle gewinnt. Das ist die große Herausforderung für jeden Menschen, das innere Gleichgewicht herzustellen. Wenn du beide Wölfe in Frieden in dir trägst, wirst du alles haben, um ein glückliches Leben zu frühren.“

Über den Autor

Wir sind Mütter, Ehefrauen, Töchter, Schwestern, Schwiegertöchter, Schwägerinnen, Freundinnen, Anästhesieschwester & Sozialpädagogin, Familienmanagerinnen, Beulentrösterinnen, Köchinnen, Bäckerinnen, Schultern zum anlehnen . . .
Doch wir sind auch WIR - Visionärinnen, Freigeister, Herzensmenschen, Individuen, Persönlichkeiten, Charaktere, Abenteurerinnen, Königinnen des Alltags, Superstars . . . genau wie DU!

4 Kommentare

  1. Tolle Geschichte, da ist echt was dran. Aber ich glaube aber das ich mit meinen weißen Wolf glücklicher bin. Denn wenn der schwarze Wolf zum Vorschein kommt, macht mich das traurig. Ich kann ihn schlecht akzeptieren, obwohl es manchmal besser für mich wäre.
    Lg

    1. Hallo, liebe Dini!
      Es so großartig von Dir, einen so authentischen und aufrichtigen Kommentar bei uns zu hinterlassen.
      Wir tragen alle so viele Ängste und Sorgen in uns, dass wir von SeelenAllerlei fest glauben, dass es unglaublich wichtig ist, sich darüber auszutauschen, einander zuzuhören, sich gegenseitig Kraft und Energie zu geben und vor allem, nicht zu werten und zu urteilen!!!

      Lange habe ich versucht den schwarzen Wolf zu unterdrücken, denn es gibt Anteil an mir, die ich nicht mochte und einige mag ich auch heute noch nicht.
      Die meisten Menschen wünschen sich, gemocht zu werden, Wertschätzung und Anerkennung zu erfahren. Ihnen ist es so wichtig, möglichst immer als gelassen, liebevoll und perfekt wahrgenommen zu werden, dass sie sich quasi verbiegen. Doch die Anstrengung, die es kostet, den schwarzen Wolf zu unterdrücken, ist unfassbar groß. Ich persönlich glaube jedoch, es kostet uns so wahnsinnig viel Energie, dass sowohl unsere Seele, als auch unser Körper langfristig daran erkranken. Wir versuchen stets einen Teil von uns selbst zu unterdrücken, der ebenso seinen Anspruch auf Wahrheit hat. Diesen Teil dennoch liebevoll anzuerkennen, zu vergeben und dankbar zu sein, kann ein Gefühl inneren Friedens entstehen lassen. Wenn man diesen Anteil stets ein klein wenig füttert, ihn anerkennt und einfach akzeptiert, kann man eine Balance schaffen, die ein erfülltes und zufriedenes Leben mit sich bringt.

      Dini bitte vergiss nicht …
      … Du bist wertvoll! Genauso wie Du bist!

      Viele liebe Grüße,
      Marina von SeelenAllerlei

  2. Seitdem ich gelernt habe, den schwarzen Wolf nicht zu ignorieren sondern zu akzeptieren, fühle ich mich viel freier und auch selbstbewusster. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: durch den schwarzen Wolf werde ich mir meiner Selbst bewusster und das ist ganz wertvoll!

    Ich bin sehr froh, dass ihr die ganze Geschichte ausgeschrieben habt, denn sehr oft endet die Geschichte mit der Frage „Welcher Wolf gewinnt“ – „Der, denn du mehr fütterst!“ und natürlich entscheidet man sich für den weißen Wolf. Das Wichtigste ist aber, wie Marina auch schon sagte, dass beide Teile in uns sind, um die wir uns gleichermaßen Kümmern müssen!

  3. Die Geschichte kannte ich bis zur Stelle ,Der, den du mehr fütterst “ …. und da habt ihr Recht, es geht um das Gleichgewicht. Schön das ihr weiter erzählt habt …

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