Eine Hindulegende aus der indischen Mythologie berichtet darüber, dass früher alle Menschen Götter waren. Doch nach einiger Zeit missbrauchten die Menschen dieses Geschenk ihrer Göttlichkeit. Daher beschloss Brahma, der Gott der Götter, den Menschen ihre Göttlichkeit zu nehmen und sie an einem Ort zu verstecken, an welchem die Menschen sie nicht wiederfinden würden. Brahma rief daraufhin die anderen Götter zusammen, und fragte sie nach einem sicheren Versteck. „Lasst uns das Wissen über die Göttlichkeit des Menschen am tiefsten Punkt der Erde verbergen.“, schlug einer der Götter vor. Brahma antwortete: „Nein, dies genügt nicht! Der Mensch wird graben und seine Göttlichkeit wiederfinden.“ Da machten die Mitgötter einen anderen Vorschlag: „Dann lasst uns das Wissen über die göttliche Kraft in der tiefsten Tiefe des Ozeans versenken.“ Brahma antwortete darauf: „Früher oder später wird der Mensch auch die Tiefen aller Ozeane entdecken. Dann wird er seine Göttlichkeit wiederfinden und an die Oberfläche holen. Auch dieses Versteck ist nicht sicher.“ Wieder überlegten die Mitgötter, wo denn die Göttlichkeit des Menschen sicher verborgen werden könnte und so schlugen sie Brahma vor: „Lasst uns die Göttlichkeit in die entferntesten Weiten des Universums verbannen, von dort kann der Mensch sie nicht zurückholen.“ Brahma hörte sich geduldig an, was seine Mitgötter ihm vortrugen. Dann antwortete er: „Der Tag wird kommen, an dem die Menschen das All erobern und ihre Göttlichkeit wieder an sich nehmen. Auch das Universum ist als Versteck nicht sicher genug.“ Da wussten die anderen Götter keinen Rat mehr. „Wo können wir die Göttlichkeit der Menschen denn nur verstecken? Es gibt weder auf der Erde, in den Meeren noch im ganzen Universum einen Platz, an dem der Mensch sie nicht finden wird.“ Brahma sprach in seiner unendlichen Weisheit: „Ich weiss, was wir mit der Göttlichkeit des Menschen machen! Wir verstecken sie im tiefsten Inneren seines menschlichen Selbsts, denn das ist der einzige Ort, an dem er nicht danach suchen wird.“

Und nach all dieser Zeit – so schließt die Legende – hat der Mensch die Welt erobert, er hat sich aufgemacht, das Universum zu entdecken, ist getaucht, geflogen und hat in der Tiefe der Erde gegraben . . . aber er hat nie in sich selbst nach der Göttlichkeit, seinem eigentlichen Sein gesucht.

Quelle: frei nach Eric Butterworth und Seiler, Laura Malina: Mögest Du glücklich sein. Komplett Media Verlag 2017

Über den Autor

Wir sind Diana und Marina, Mütter von zwei und drei Kindern und leben mit unseren Familien im wunderschönen Münsterland.

Aus einer Spinnerei entstand eine Idee. Aus dieser Idee eine Vision.
Und nun sind wir Unternehmerinnen mit einer zauberhaften GeschenkeManufaktur und kreieren liebevolle, personalisierbare Besonderheiten mit denen Du Dich entspannen und wohlfühlen und wundervollen Menschen eine Freude machen kannst.

Wir danken Dir von Herzen, dass Du da bist und freuen uns über jede wertschätzende Anregung und jeden liebevollen Kommentar.

Einfach ... weil DU wertvoll bist!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.